Vielleicht weißt du schon, wovon ich spreche? Ja, es geht um diesen inneren Kritiker, der keine Ruhe geben will. Du hast eine richtig gute Idee und bist Feuer und Flamme. Du malst dir in leuchtenden Farben deine Zukunft aus, du fühlst dich leicht und stark zugleich … bis sich diese Stimme meldet, zuerst mit ganz einfachen Fragen, fast harmlos. Schaff ich das? Bin ich gut genug? Was, wenn ich scheitere?

Und dann hören die Fragen auf und es wird etwas härter: Da gibt es doch viel bessere als dich. Wie willst du das schaffen, hast ja bis jetzt auch nichts zusammengebracht. Na das kann ja nichts werden. Wer bist du schon? Warum sollte sich jemand für dich und deine Idee interessieren?

Wer ist eigentlich dieser innere Kritiker?

Der innere Kritiker (kann auch eine Sie sein) meldet sich ganz oft zu Wort. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht zu kritisieren und zu nörgeln. Und dabei ist er ganz und gar nicht zimperlich. Er weiß genau welche Worte er wählen muss, um dich ganz klein zu halten. Er sagt dir ganz offen, wie unbedeutend und unfähig du bist. Irgendwie lässt er dich spüren, dass du es nicht wert bist erfolgreich und geliebt zu sein. Er kennt alle deine Ängste und Unsicherheiten – und du glaubst ihm jedes einzelne Wort.

„Der innere Kritiker kann ganz schön fies sein“

Du und ich – wir haben alle unsere ganz persönlichen, eigenen inneren Kritiker*innen. Manche sind sehr laut und unangenehm und andere sind leise und penetrant. Diese Stimme gehört zu dir und sie wird niemals aufhören dich zu kritisieren. Sie manipuliert dich, sie spielt mit dir, sie will der Boss sein. Das ist die Stimme in deinem Inneren, die dich andauernd zurechtweist. Sie kommentiert alles was du tust. Je öfter du als Kind kritisiert und zurechtgewiesen wurdest, desto heftiger ist dein innerer Kritiker als erwachsene Person.

Was du vielleicht nicht weißt…

Der innere Kritiker, will dich eigentlich nur beschützen – vor schmerzlichen Erfahrungen, vor dem Scheitern, vor Zurückweisung, vor Enttäuschung. Er geht so mit dir um, wie du es kaum jemals einem realen Menschen einfach so erlauben würdest. Oft klingt die Stimme des inneren Kritikers sehr vertraut, erfahren und vernünftig. Sie hält dich davon ab über dich hinauszuwachsen und triggert deine Selbstzweifel. Aber eigentich ist sie um deine Sicherheit besorgt:

Wenn alles so bleibt wie es ist und du dich nicht hinauswagst, dann bist du sicher.

Mach dich klein, mach dich unsichtbar, dann kann dir nichts passieren.

Sei brav und hör auf mich, dann wird alles gut.

Die Frage ist nur, ob du das auch so siehst. Wer will schon ein Leben lang brav und gehorsam sein?

3 Tipps, wie du deinen inneren Kritiker in die Schranken weist

Lerne deinen inneren Kritiker zu erkennen

Je schneller du lernst, deinen inneren Kritiker zu erkennen, desto besser ist es. Wie klingt diese lästige Stimme? Welche Gefühle löst sie in dir aus? Verwendet sie immer ähnliche Sätze und Worte? Nimm einfach mal ganz bewusst wahr, was da passiert. Vielleicht erkennst du, dass alles was in der Vergangenheit schon schiefgelaufen ist, wie eine Dauerschleife durch deinen Kopf zieht? Als du klein warst, hast du die Kritik, der Menschen in deinem Umfeld aufgenommen und es war überlebensnotwendig, dass du auf sie hörst.

Du darfst das nicht.

Du kannst das noch nicht.

Das gehört sich nicht.

Dafür wurdest du in irgendeiner Weise belohnt, wenn du darauf gehört hast. Damals, als du klein warst, war das vielleicht auch gut so. Schwarz und Weiß ist einfach zu befolgen und Lob und Tadel dienen als Verstärker. Irgendwann hast du all diese Gebote und Verbote verinnerlicht und sie werden zu deiner innersten Wahrheit. Du wartest nicht länger, dass dich andere kritisieren, sondern kommst dem zuvor und kritisierst dich gleich selbst.

Höre deinem inneren Kritiker gut zu

Hör so zu, als ob es sich um eine reale Person handelt, die mit dir sprechen würde. Welches Ziel hätte diese Person, wenn sie so mit dir reden würde? Will sie dich vielleicht warnen oder schützen?

Wenn ja, wovor? – Was kannst du machen, um dich selbst davor zu schützen?

Will sie dich fertig machen? Was könnte sie davon haben? Wie viel Aufmerksamkeit willst du deinem Kritiker noch zukommen lassen? Ist diese Stimme männlich oder weiblich? Welchen Namen würdest du ihr geben? Gibt es Aspekte an dieser Situation, die lustig sind?

Alles worüber du lachen kannst, verliert seinen Schrecken.

Setze deinem inneren Kritiker klare Grenzen

STOP!

Stell dir vor, jemand würde einfach so ungebeten an deine Tür klopfen und dir die Meinung ungefiltert ins Gesicht sagen. Wie lange würdest du dir das gefallen lassen? Würdest du Ratschläge von so jemandem annehmen? Würdest du so jemanden einladen und bei dir wohnen lassen? Wohl eher nicht. Glaub mir, genauso ist es mit der Stimme, die dich andauernd kritisiert – du musst sie nicht einladen, es sich bei dir bequem zu machen.

Würdest du jemals einem anderen Menschen so viel Macht über dich geben?

„Hand auf´s Herz, du würdest dir das sicher nicht gefallen lassen.“

Und genau das ist der Punkt. Du musst es dir nicht gefallen lassen. Vieles geht leichter, wenn du deinem inneren Kritiker einen Namen gibst. Es lässt sich viel leichter reden mit einer konkreten Person als mit einer namenlosen Stimme. Du kannst beschließen, dich nicht mehr so behandlen zu lassen. Du bist erwachsen und brauchst keine gut gemeinten Ratschläge mehr. Schon gar nicht brauchst du alte Überzeugungen, die dich immer wieder als Loser abstempeln.

Eines ist klar – du wirst deine tollen Ideen viel leichter verwirklichen, wenn du dir Tipps von Fachleuten holst. Lese die richtigen Bücher/Artikel. Buch dir die Workshops, die du brauchst. Mach eine Ausbildung und erkundige dich bei Leuten, die wissen wie´s geht. Am besten umgibst du dich mit Gleichgesinnten, die verstehen wovon du redest.

Du hast gelernt auf deinen inneren Kritiker zu hören und jetzt wird es Zeit auf dich selbst zu hören.

Du brauchst deine ganze Energie für dein Projekt, da hast du wirklich keine Zeit, um dich mit einem Hater auseinanderzusetzen. Daraus folgt, je weniger du dich auf diese zermürbenden Gespräche einlässt, desto mehr Zeit und Kraft hast du, um deine Ziele zu erreichen. Obwohl dein innerer Kritiker seit deiner Kindheit Teil von dir ist, darf er jetzt in Pension gehen und sich entspannen. Doch vergiss nicht deinen Frieden mit ihm zu schließen und ihm zu danken, denn er wollte nur dein Bestes.

„Danke für alles, ab jetzt übernehme ich die Verantwortung für mein Leben – für meine Siege und für meine Niederlagen“

Wenn jemand entscheidet wo es langgeht, dann bist das du. Vertrau dir, du bist so weit und du kannst das. Mit jedem noch so kleinen Erfolg wird dein innerer Kritiker immer leiser werden.

Es liegt an dir – vertrau dir selbst, glaub an dich, zeig dich – dann bleibt dem Hater gar nichts anderes übrig als deine Entscheidungen zu akzeptieren.

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